Prolog
Xenos-Aktivitäten waren gemeldet worden. Krieger in silbernem Metall, die sich bewegten, als wären sie keine Lebwesen. Die Nachricht hatte Captain Atilus aufhorchen lassen. Damit hatte er schon einmal zu tun gehabt. Ein Aeldari-Hexer, der eine Schar metallener Geister angeführt hatte. Blaspehmische Konstrukte, gegen die die Waffen der Astartes nutzlos waren, deren eigene aber scheinbar mit verderpter Warpmagie schossen. Der fast knabenhaften Xenos hatte vorgegegben, nur wegen eines Artefakts gekommen zu sein. Und nachdem er es an sich genommen hatte, waren hatte er sich mit seinen Geisterkrieger zurückgezogen. Atilus hatte ihn gewarnt, nicht zurückzukommen. Offenbar hatte der Eldar die Warnung missachtet.
Ok, der Titel ist bla, aber mir ist nichts besseres eingefallen. Diesmal haben wir endlich meinen Mann dazu gekriegt, mal wieder mitzuspielen. Das hieß Spiel zu dritt. Er wollte, wie er hinterher sagte, einfach nur die KI sein – immerhin hatte er sich für Necrons statt für seine Space Wolves entschieden. Das stellte uns dann vor das relative Problem, dass er nicht genug Modelle hat, um eine, zumindest nach seiner Auffassung sinnvolle, Liste zusammenstellen. Deshalb werdet ihr auf den Bildern die einen oder anderen Kriegertrupps sehen, die aber alle als Unsterbliche gespielt werden.
Wir einigten uns auf das Szenario „Das Ritual“. Cynewulf (Ultramarines) und ich (Aeldari) waren die Angreifer, mein Mann ( der Verteidiger, der außerdem den Ritualplatz in Form des Necron-was auch immer-Dings auf der schwarzen Parymide in seiner Aufstellungszone hatte, die bis zur Spielfeldmitte reichte. Er würde für jede Runde, in dem sein Kriegsherr bei dem Objekt bleibt und das Ritual ausführt (indem er nichts anderes macht), 10 Punkte bekommen, wir für die Eliminierung des Kriegsherren 30. Dazu erhält die Seite, die in der Befehlsphase zwei oder mehr Missionsziele kontrolliert, 10 Punkte, und nochmal 10, wenn sie mehr als der Gegner kontrolliert.
Atilus hatte seine Einsatzstreitmacht sich auf der Hocheben sammeln lassen, fernab jeder imperialen Siedlung. Das Plateau war übersäht mit Gehölzbeständen, deren vielfarbige Blätter im rauen Wind rauschten. Dazwischen ragten vereinzelte, halb verfallene Steelen auf. Der obsidianschwarz glänzende Stein der Oberfläche war teilweise abgebrochen und gab den Blick auf das technologische Innere frei. Es stammte eindeutig nicht von Menschenhand.
Ein Summen erfüllte die Luft. Atilus wandte sich nach dem Geräusch um. Wie aus dem nichts stand, einige Dutzend Schritte entfernt, der Eldar vor ihm Zumindest glaubte er, dass er derselbe war. Er trug die selbe, robenartige Kleidung, doch sein Gesicht war hinter einer glatten, schwarzen Maske in seinem silbernem Helm verborgen, nicht einmal Augen waren zu sehen.
Atilus richtete sein Boltgewehr auf den Xenos. Doch er zögerte. Warum war der Xenos allein?
„Ich habe euch gewarnt, je wieder imperialen Boden zu betrteten.“
Der Helm des Eldar faltete sich auseinander wie eine Blumenknospe und zog sich in einen bereiten Kragen zusammen. Es war tatsächlich derselbe. In seinem bleichen, knabenhaften Geischt schimmerten die gleichen, fast durchsichtige Augen.
„Ich bin hier, weil wir das gleich Ziel haben“, sagte der Xeno. „Ihr werdet unserer Hilfe brauchen.“
Ultramarine – Anvil Siege Forche
- 1 Captain in Gravis-Rüstung
- 2x 10-Mann Intercessortrupp
- 1 Redemptor-Dreadnought
- 1 Gladiator Lancer
- 1 Repulsor Executioner
Aeldari – Phantomkomklave
Ja, ich hab’s wieder gemacht, die unkaputtbaren, langsamen Austeiler. Aber ich wollte die Große einfach mal ausprobieren. Die Weltenläufer waren Füllmaterial, um nicht zu viele Punkte zu verschenken.
- 1 Geisterseher Ydrir
- 5 Weltenläufer
- 5 Geisterklingen mit Schwertern
- 5 Geistergarde mit Wapsensen
- 1 Geisterritter mit Schwert
- 1 Wellenschlange mit Raketenwerfern
Necrons – Sternenfall-Arsenal
Ein Problem war, dass wir den Necron-Codex noch nicht haben. Ich hab die Profilkarten also aus den Datenkarten und New Recruit zusammengestellt. Dadurch hatten wir nur die Regeln von zwei Kontingenten komplett mit Gefechtsoptionen. Mein Mann entschied sich für das Sternenfall-Arsenal.
- Lokhusta-Lord
- 4x 10 Unsterbliche
- 2x 5 Unsterbliche
- 2x 6 Lokhusta-Destructoren
- 2x 1 Schwerer Lokhusta-Destructor
- 1x 2 Schwere Lokhusta-Destructoren
- 1 Zerstörer-Barke
- 1 Monolith
Die Ultramarines und die Aeldari bewegten sich durch die Gehölze des Hochlandes. Der junge Seher hatte nur wenige Truppen mitgebracht, doch Atilus hatte die Widerstandsfähigkeit der Geisterkriegen und die Zerstötungskraft ihrer Waffen noch gut in Erinnerung. Außerdem war diesmal ein gigantisches Konstrukt dabei, dass in seiner Größe einem Imperialen Ritter in nichts nachstand, aber, das musste Atilus eingestehen, sich deutlich eleganter zwischen den Bäumen bewegte.
Nach kurzer Zeit kam in der ferne zwischen den Bäumen ein Gebäude in Sicht, das sich als Stufenpyramide aus dem gleichen schwarzen Stein wie die Steelne herausstellte. Ein vierzackige Zinne aus der obersten Plattform glühte in unheimlichen Gelbgrün.
„Unser Ziel.“ Atilus hörte die Stimme des Aeldari mehr in seinem Kopf als als mit den Ohren. „Was dort geschieht, muss aufgehalten werden. Oder mehr als nur die, auf die wir hier treffen, werden sich aus ihren Grüften erheben.“

Mit der Aufstellung kamen wir auf verhältnismäßig wenige Einheiten, während die Necrons ihre Truppen aufteilten. Gemäß den Regeln für das Spiel, plazierte mein Mann den Lokhusta-Lord auf der Pyramide. Cynewulf und ich verteilten unsere Truppen in die Wälder, was sich bei der kleinen Anzahl einfach gestaltete. Die Necrons verteilten sich durch ihre erweiterte Aufstellungszone und standen schon einmal an drei Missionszielmarkern von denen einer zugegebenermaßen für uns reichlich nachteilhft plaziert war. Andererseits vermieden wir so weitestgehen den Effekt der Kontingentsregel, die den Trefferwurf gegen Einheiten in Missionszielnähe um 1 verbessert.