Schicksalhaftes Wiedersehen

Runde 1

Nachdem der erste Wurf für den Spielbeginn ein Gleichstand mit 6en, holte ich beim zweiten Wurf die Initative für die Angreifer. Cynewulf und ich kamen überein, dass ich Anfange, um meine Weltenläufer zum Einsatz zu bringen. In den vergangenen Spielen waren sie meist abgeschossen worden, bevor sie irgendwas hätten machen können. Auch diesmal standen sie recht ungünstig mehr oder weniger offen, unterhalb der Hügelkante beim großen Krater. Immerhin hatten sie dadurch etwas Deckung. Aber immerhin hatten sie von da aus freies Schussfeld auch den Lord. Allerdings verursachten sie, trotz BF 2+, nur drei Treffer, davon 2 Wunden, die der Lord beide rüstete.

Die Barke der Necrons wandte sich dem Executioner zu, traf zwei Mal mit ihrer Hauptwaffe und nahm dem Panzer 4 LP. Der schoss zurück und erreichte eine Verwung, die die Barke mit ihrem Rettungswurf verhinderte. Die schweren Bolter und Gatling brachten außerdem zwei Immortals aus dem Trupp im Krater zu Boden.

Auf der gegenüberliegenden Seite bewegte sich der Monolith auf die Ultramarines zu. Die Fluxprojektoren nahmen dem Captain, der wegen der Gravis-Rüstung keinem Trupp angeschlossen war, 2 LP ab. Das Partikelgeschütz verursachte den gleichen Schaden beim Dreadnought.

Krieger aus silbernem Metall, die sich bewegten, als wären sie keine Lebenwesen. Und das war noch beschönigt. Diese Kreaturen glichen wandelnden Skeletten, seelenlosen Untoten. Grün gleißende Lichtbögen schossen aus ihren Waffen. Wo immer sie auf ein Ziel trafen, bohrten sie sich selbst durch die starken Ceramitplatten der Servorüstungen und sprangen von einem Bruder zum nächsten. Mit einem schwelenden Loch im Brustpanzer stürzte der erste der Intercessoren zu Boden. Atilus strauchelte und ging auf ein Knie, als der nächste Blitz ihn traf. Grade als er sich mühsam wieder aufrichtete, sah er die Laserbündel des Gladiators in die hochaufragende, silberne Kriegsmaschine vor ihm einschlagen. Sie hinterließen ein schwelendes Loch. Doch kaum dass das Glühen des Geschosses verebbt war, schien es, als würde das gläzende Metall von selbst wieder zusammenfließen. Augenblicke später war die Oberfläche so glatt und spiegelnd wie zuvor. Zum ersten Mal kamen Atilus Zweifel. Konnten sie diesem Gegener überhaupt etwas Anhaben? Benutzten die Eldar ihn und seine Brüder als Ablenkung? Welche Verirrung hatte ihn dazu bewogen, dem Xenos zu vertrauen?

Der Boden erschütterte unter seinen Füßen. Mit langen, beinahe schwebenden Schritten schritt die gewaltige Kriegsmaschine der Eldar heran.

Als nächstes versuchte der Geisterritter sein Glück und schoss auf den Lord, während sie sich auf den Monolithen zubewegte, doch auch sie erreichte nichts. Ihr Versuch, mit dem Monolithen in den Nahkampf zu kommen – die vollen 12″ wären nötig gewesen – scheiterten an einem Wurf von 5. Ein schwerer Destructor versuchte den Gladiator zu treffen, schoss aber daneben, ein zweiter ebenso bei der Wellenschlange. Der Gladiator seinerseits konnte bei den Unsterblichen im Wald mit seiner Sturmbolter nichts ausrichten. Die eine Wunde, die er mit seinem Laser dem Monolithen zufügte, vereitelte dieser durch seinen Rettungswurf.

Während auf der linken Flanke die Geisterwächter zur Unterstützung der Weltenläufer vorrückten, ging der Schlagabtausch zwischen Necrons und Ultramarines weiter. Die Unsterblichen im Wald schossen auf den Captain, von fünf Verwundungen rüstete er vier. Der Dreadnought nahm den Trupp auf dem Dach des Bunker, die ein Missionsziel hielten, unter Feuer. Gattling und Sturmbolter holten zwei Necrons raus, die Plasmakanone einen weiteren. Der zweite Trupp Unsterbliche im Wald rückte vor und nahm die Intercessoren unter Feuer – durch die Kontingenstregel hatten ihre Waffen [Sturm] – töteten einen Space Marine und ließen einen mit einem LP zurück.

Ydrirs sensibler Geist konnte selbst im Transportpanzer die Emotionen des Losseainn wahrnehmen. Der Menschenkrieger hatte nicht ganz Unrecht. Seine Rolle war, das Feuer der Necrons auf sich zu ziehen, so dass seine Geisterkrieger, deutlich geringer an der Zahl, freier agieren konnten. Dennoch, auch wenn er nicht fürchten musste, dass die Astartes aufgaben und die Flucht ergriffen, konnten sie sich immer noch noch und jederzeit gegen ihn wenden, wenn sie das Gefühl bekamen, hintergangen und benutzt zu werden. Er musste sich beeilen.

Mwerylis hatte bereits selbst die Initiative ergriffen und sich dem Monolithen zugewandt. Ihre gewaltige Erscheinung hätte jeden anderen Verbündeten außer die Losseainn wohl schon längst in die Flucht geschlagen. Wenn die größte Kriegsmaschine, die die Aeldari auf dem Feld hatten, ihnen zuhilfe kam, mochte dies das Vertrauen der Creistauead zumindet für das Erste sicherstellen.

Ydrir wandte sich wieder seinem eigenen Ziel zu. Firondhirs Weltenläufer hatten die Position des Necrnlords gemeldet, ihn jedoch noch nicht ausschalten können. Sie mussten sich einen Weg zur Pyramide bahnen.

Der Serpent fuhr vor, um in er nächsten Runde seine Passagiere, Ydrir und die Geisterklingen absetzen zu können. Da er auf dieser Seite aber auch freie Schussbahn auf den Destructorlord hatte, verzichtete ich auf das Vorrücken. Der Serpent feuerte seinen Sternenschlag-Raketenwerfer auf den Lord ab, traf und verwundete. Der Schadenswurf war 6 – ein Instant-Kill.

Das Abfeuern des Raketenwerfer war als hohes Zischen im Inneren der Wellenschalgen zu vernehmen. Gespannt verfolgte Ydrir den Kurs der Raketen auf dem Display. Voraussicht war nicht die Sträke seiner psionischen Begabung. Dennoch, nur Augenblicke bevor das Geschoss einschlug, flammte eine Gefühl der Gewissheit in seinem Geist auf, das ihn das Geschehen buchstäblich vor seinem inneren Auge erscheinen ließ.

Die Sternenschlagrakete beschrieb einen hohen, weiten Bogen zur Spitze der schwarzen Pyramide. Zielgenau schlug sie ein. Ein weiß gleißender Plasmaball hüllte den Necronlord ein. Das silberne Metall seines Körpers zerfloss regelrecht, ehe es verdampfte. Als das Licht verlosch, war keine Spur mehr von ihm.

Die Antwort der Necrons folgte auf dem Fuße. Die Unsterblichen im kleinen Krater schossen auf die Wellenschlange. Und verursachten 3 Lebenspunktverluste, da der Schild nur gegen Waffen mit größerer Stärke als dem Widerstand des Panzers wirkt.

Rund um den Bunker ging der Schlagabtausch weiter. Der vordere Intercessortrupp streckte drei Unsterbliche im Wald nieder, der hintere drei. Ein schwerer Destruktor positionierte sich beim Missionszielmarker in der Aufstellungszone und zog dem Gladiator drei weitere LP ab. Die Unsterblichen hinter der Barrikade rückten vor, verursachten 24 Wunden bei den Intercessoren, was in zwei weiteren Verlusten resultierte. Der Captain rächte seinen Brüder, indem er aus dem aus nur noch drei Necrons bestehenden Trupp im Wald einen weiteren herausschoss. Der Unsterblichen-Trupp auf dem Bunker verursachte beim Dreadnought einen LP-Verlust, der zweite Destructor aus dem Hintergrund vier weitere.

Auf der rechten Flanke brachten sich die Unsterblichen aus dem großen Krater auf dem Hügel in Richtung des Serpents in Stellung. Damit kam sie innerhalb von 9″ um die Weltenläufer und ermöglichten ihnen damit ihre Fluchtbewegung von W6″. Der Wurf fiel mit drei Zoll nicht nennenswert aus. Als dann die Unsterblichen die Weltenläufer unter Beschuss nahmen, nutzten sie diese noch für weitere W6+1 ihre Kampftrance-Bewegung, aber auch die brachte nur zwei weitere Zoll. Die Hoffnung, sie an den Executioner heran und damit zumindest halbwegs in Deckung zu bringen, zerschlug sich. Dazu hatte ich noch den Malus ihrer Tarnung auf den gegnerischen Trefferwurf vergessen. Blieb nur noch die Gefechtsoption Schutz suchen. Im Endeffekt lief es damit aber auch nur auf ihren 5+-Rettungswurf gegen Beschuss heraus, der bei 13 Verwundungen aber relativ chancen los war.

Firondhir befahl seinem Trupp den Rückzug, in dem Moment, als er die Necrons sich aus dem Krater herausbewegen sah. Auch wenn es ihm widerstrebte, der klobige Panzer der Losseainn war das einzige, was ihnen im Augenblick annähernd schutze bieten konnte. Noch während die fünf Weltenläufer lossprinteten, hörte er in seinem Rücken das bedrohliche Knistern der infernalischen Waffen. Grellgrüne Blitzen griffen nach den Fliehenden. Sie trafen einen der Weltenläufer und sprangen sogleich auf seinen neben ihm laufenden Kameraden über. Beide fielen zu Boden und regten sich nicht mehr. Firondhir stieß einen dumpfen Laut des Zorn aus. Dann fuhr ein Blitz in sein rechtes Bein. Er strauchelte. Das Bein war taub, und fühlte sich zugleich an, als währe die Haut unter seiner Rüstung weggebrannt worden. Er stöhnte vor Schmerzen. Im nächsten Moment war Margil über ihm.

„Los, weg hier“, sagte der blonde Weltenwanderer mit harter Stimme. Ohne sich noch einmal umzusehen, riss er ein dreieckiges Amulett von Firondhirs Gürtel und warf es in die Luft. Augenblicklich öffnete sich ein bernsteinschimmernder Riss vor ihnen. Margil packte seinen Freund unter den Armen und zog ihn hinein. Kaum dass die beiden Weltenläufer verschwunden ware, schloss sich das Portal, nur einen Geruch von Ozon zurücklassen.

(Ja….. Plot Armour. :D Wer übrigens wissen will, was das für ein Teil ist und wo sie es herhaben, sollte „Ifiethion“ lesen. ;) )

Ein Trupp Destruktoren schoss noch erfolglos auf den Serpent, und damit war die erste Runde beendet.