Runde 2
In der Befehlsphase waren jeweils zwei Missionsziele unter der Kontrolle der Drukhari und Imperialen Armee, was einstweilen jedem 10 Siegpunkte verschaffte. Die verbliebenen zwei Krieger, die im Wald mit dem grünen Scion-Trupp im Nahkampf standen, schafften ihren Erschütterungstest, der Trupp am Haus nicht. Durch eine Gefechtsoption des Kontingents konnte ich eine neue Einheit als Vertragsziel wählen. Ich entschied mich für den blauen Scion-Trupp.
Cynewulf machte wieder den Anfang mit den blauen Scions. Sie nahem die Mandraks unter Feuer und schickten einen Trupp zurück nach Aelindrach.

Die Krieger am Haus eilten in Richtung Wald, um sich, erschüttert wie sie waren, bessere Deckung gegenüber dem Trupp des Inquisitors zu verschaffen. Dabei gerieten sie ins Abwehrfeuer des roten Scion-Trupps. Da TW von 6 bei ihren Gewehren gleich Autowunden verursachten und den Kriegern die Rüstungswürfe misslangen, fielen drei weitere Drukhari.
Auf der andern Seite fuhr der Executioner vor und schoss erneut auf die Krieger im Wald, die immer noch einen der Inquisitionsgardisten in unmittelbarer Gewalt hatten. Der Trupp erlitt vier weitere Verluste durch die Plasmageschütze, während die Laserkanonen verfehlten und die automatische Verwundung durch das schwere Maschinengewehr gerüstet wurde. Am Ende stand noch ein Krieger.


Die Hellions wandten sich einem neuen Ziel zu: dem Trupp des Inquisitors. Mit den Splitterwaffen-Systemen ihrer Boards fällten sie zunächst vier der Kasrkins. Dann stürzten sie sich in den Nahkampf. Mit 5 weiteren LP-Verlusten hatten sie den kompletten Trupp niedergemacht, so dass fünf verbleidende Treffer auf den Inquisitor übergingen. Dieser rüstete erfolgreich. Dann folgte die Attacke des Helliarchen mit seiner E-Waffe. 3 Treffer wandelte er in 3 Wunden um, von denen der Inquisitor aber nur 2 rüstete. So hatte er noch 3 LP übrige. Reinhardt schlug ebenfalls mit drei Treffern seines Dämonenhammers zurück und holte damit einen Hellion vom Board.
Die Helliarch wandte ihr Board mitten im Flug. Eine neue, lohnendere Beute war aufgetaucht. Sie verstand nicht viel von den Rängen und Kasten der Chem-Pan-Sey, aber eins war sicher: ein Mensch, der solch eine prächtige Rüstung und einen reichhaltig verzierten Mantel aus edlem Stoff trug, musste ein großer Krieger sein. Die ideale Trophäe, um die Gunst des Prinzen zu erwerben. Vielleicht gelang es ihnen sogar, ihn gefangen zu nehmen und dem jungen Herren von DorchaKerun zum Geschenk zu machen. Und ein Statussymbol gegenüber den anderen Gangs allemal.
In einem halsbrecherischen Manöver schwenkte der Hellion-Trupp auf den Inquisitor und sein Gefolge ein. Noch bevor sie ihre Beute erreicht hatten, fällten die Splitterwaffen ihrer Boards die Hälfte der Menschen. In der nächsten Sekunde rasten die Drukhari über sie hinweg und ließen ihre doppelklingigen Gleven auf ihre Beute niedersausen. Der Angriff hatte nur Sekunden gedauer und den Menschen keine Gelegeheit zur Gegenwehr gelassen. Der Inquisitor stand alleine inmitten der Leichen seines Trupps.
Doch er ließ sich nicht beirren. Die Hellions wendeten und setzten zu einem neuen Angriff an. Der Inquisitor holte mit seinem Hammer aus und schwang ihn in weitem Bogen über seinen Kopf. Die Angriff überraschten die Hellions, die Waffe war nicht so schwerfällig, wie sie geglaubt hatten. Der Hammer streifte zwei Boards, brachte sie zum Überschlagen und schleuderte ihre Reiter krachend in die Zweige des nahen Waldes. Doch im gleichen Zuge ließ die Helliarch ihre peitschenförmige Energiewaffe die durch Luft schlängeln. Und der kurze Moment, in dem der Inquisitor strauchelte, zeigt ihr nur allzu deutlich, dass sie getroffen hatte.
Auch der Taurox beteiligte sich an dem Nahkampf und führte einen Panzerschock gegen die Hellions aus, mit der er einen weiteren Hellion zum Absturz brachte.



Quisar hatte lang genug gewartet. Kabalenkrieger, Halbgeborene zumal, waren verzichtbar. Der Mord an den Harpyien dagegen war ein Frevel, den sich kein Chem-Pan-Sey herauszunehmen wagen durfte. Die eisige Kälte, mit der die Mandragcheilann das Schlachtfeld betreten hatten, ließ auch dem jungen Archon ein schauer über den Rücken laufen. Beinahe konnte er spüren, wie die Menschen um Fassung rangen, als sie die Schatten von Aelindrach unter Feuer nahmen. Doch wenn sie geglaubt hatten, die Mandraks töten zu können, so hatten sie geirrt. Laserstrahlen drangen durch die schattenhaften Körper, verzerrten ihre Formen. Die Mandraks wandten sich zischend, doch keiner von ihnen fiel. Statt dessen zerflossen sie buchstäblich in den Schatten, aus denen sie gekommen waren.
Der Schrecken, den der Anblick bei den Chem-Pan-Sey verusachten, floss dem Prinzen in belebenden Wellen entgegen und motiverten ihn um so mehr. Er befahl dem Piloten der Schattenbarke, tiefer zu gehen.
Nun stiegen auch Quisar und die Incubi aus der Schattenbarke aus und bewegten sich sofort in den Nahkampf mit dem blauen Vertrags-Sciontrupp. Dabei ergaben sich aus allen Sonderregeln der Incubi, des Archons und des Kontingents eine solche Kombination, dass ich mir es extra auf ein Post-it schreiben musste:
- Die Tormentoren der Incubi zwangen die Scions zu einem Erschütterungstest, den diese verpatzten. Dadurch erhielt der Trupp +1 auf den TW.
- Mit einem Schmerzmarker aktvierte ich die Fähigkeiten der Incubi und des Archons gleichermaßen. Dadurch hatte ihre Waffen [Verheerende Verwundungen] und die Einheit durfte Trefferwürfe wiederholen.
- Da das Ziel eine Vertrags-Einheit war, hatten die Attacken außerdem [Trefferhagel 1].
- Ich nutzte erneut die Kontingents-Gefechtsoption Maßgeschneiderte Toxine, wodurch bereits unmodifizierte Treffer von 5+ kritische Treffer ware und damit den Trefferhagel auslösten.
- Außerdem haben die Incubi noch einen Schreinmarker, der es ihnen erlaubt, einmal pro Schlacht einen TW oder VW in eine unmodifizierte 6 zu ändern.
- Die Waffe des Archons hat durch die Seelenfalle +1 auf A und S.
Endergebnis: 10 Treffer, 6 davon kritisch, daher 6 Zusatztreffer, 9 Wunden mit DS -2, 9 tote Scions, der Klaivex alleine nochmal 6 Treffer, 4 Wunden – der Trupp war ausgelöscht. Und Quisar nicht einmal zum Zuge gekommen.




Mit einem eleganten Satz sprang Quisar vom Deck der Schattenbarke. Die fünf Incubi vom Schrein der Gehörnten Jadeviper folgten ihm, trotz ihrer dicken Rüstungen bar jeder Schwerfälligkeit. Die Drukhari wandten sich dem Trupp der Menschen zu. Sie hatten keine Eile. In einer Aura der Unaufhaltsamkeit schritten sie durch das Unterholz des Waldes. Quisar aktivierte mit einem lässigen Schwung des Handgelenks seinen Peiniger, gleißend weißblaue Energieblitze flammten auf und wanden sich um die Peitsche. Die Chem-Pan-Sey rührten sich nicht von der Stelle – ob starr vor Angst oder aus selbstmörderischer Tapferkeit – einerlei.
Im nächsten Augenblick hatten die Drukhari ihre Beute erreicht. Die Tormentoren der Incubi entfalteten ihre Wirkung. Quisar konnte spüren, wie sich Panik in den Chem-Pan-Sey breitmachte angesichts der sie überragenden Incubi, die mit ihren ausdruckslosen, messinggehörnten Masken auf sie niederstarrten.
Dann ließen die Schreinkrieger ihre breiten, zweihändigen Obsidianschwerter niedersausen. Die Klingen durchschlugen Rüstungen und Knochen. Mühelos schwangen die Incibu ihre Waffen durch mehrer Soldaten zugleich. Wenige Augenblicke später stand nur noch ihr Kommandant, das Schwert in der Hand, dem Klaivex gegenüber. In einer Geste der Überheblichkeit legte der sein schwarz maskiertes Gesicht zur Seite. Dann holte er weit mit seinen Demi-Klaivaren aus und ließ die Klingen zusammenfahren. Die beiden Körperhälften des Chem-Pan-Sey fielen in unterschiedliche Richtungen auf den Waldboden.
Angesichts des Massakers an ihren Kameraden eilte der rote Scion-Trupp vor und nahm die Incubi unter Feuer. Von 6 Wunden aus den HE-Lasergewehren konnten die Incubi nur drei rüsten, drei der Krieger fielen unter dem Feuer. Von 7 weiteren aus dem Salvengewehr nahm der letzte Incubi 3 auf sich, bis er unter der vierten fiel. Von den übrigen 3 rüstete der Klaivex 2, so dass er mit 1 LP stehen blieb. Auch dem Treffer der Plasmapistole des Tempestors hielt er stand.
Sofort setzten die Scions im Nahkampf nach. Mit 11 Treffern erzeugten sie 7 Wunden, die der Klaivex komplett rüstete. Im Gegenzug gelangen dem Klaivex drei Treffer, von denen aber keiner verwundete. Doch nun hatte auch der Archon Ziele. Mit seinem Peiniger traf Quisar 6 Mal, verursachte 5 Wunden und tötete drei Scions.
Die Mandraks ließen es sich nicht nehmen, sich ebenfalls einzumischen. Mit 10 Treffern und 9 Wunden vernichteten sie alle Scions bis auf den Tempestor. Der schlug zurück und konnte einen Mandrak ausschalten.
Quisar schwelgte in dem Terror und Schmerz, den die Incubi und die Mandragcheilann in den Chem-Pan-Sey auslösten. Ein neuer Trupp war dazugkommen. Vier Incubi waren unter ihrem Feuer gefallen. Sie waren es nicht Wert gewesen, die jadefarbene Rüstung zu tragen. Doch der Klaivex erwies sich als standhaft und erschlug einen nach dem anderen. Und nun kam auch der junge Prinz zum Zuge. Er holte weit mit seinem Peiniger aus. Die Peitsche zog eine gleißende Spur durch die Reihen der Soldaten. Der Archon streckte die Seelenfalle aus, die er in der linken Hand hielt. Der prismenförmige Kristall erglühte in purpurnem Feuer, als er die Lebensenergie der Menschen einfing. Dann fielen die Mandraks wie Raubtiere über die Menschen her und zahlten ihnen das zehnfache heim, was ihre Kameraden zuvor ihren Brüdern angetan hatten. Quisar war in einem Rausch, der kein Ende zu nehmen schien.
Durch den Erfolg der Mandraks waren Quisar und der Klaivex nicht mehr im Nahkampf, so dass der Taurox auf sie schießen konnte, allerdings verfehlte. Das Fahrzeug ging dann in den Nahkampf, allerdings diesmal ohne Panzerschock. 2 Treffer trafen den Klaivex, der jedoch rüstet. Der Klaivex seinerseits traf den Taurox zwar 4 Mal, die 1 Wunde rüstet der jedoch. Quisar traf das Fahrzeug 7 Mal mit seiner Waffe, deren Seelenfallen-Bonus, nachdem er die Scions erschlagen hatte, noch einmal um 1 erhöht wurden, und versachte 1 LP-Verlust.



Der Antrieb des Gefährts röhrte, als es auf den Archon und seinen verbliebnen Incubus-Lebwächter zufuhr. Doch es war zu träge. Der Klaivex stieß Quisar zur Seite und wurde selbst von der gepanzerten Hülle gestreift, blieb aber standhaft. Er holte mit seinen Schwertern aus und ließ sie auf die Front niedersausen. Funkensprühend glitten die Klingen ab und hinterließen nichts weiter als Kratzer auf den grauen Panzerplatten.
Quisar wurde aus seinem Rausch gerissen, seine Sinne waren wieder klar, nein, noch geschärfter als zuvor. Er holte mit dem Peiniger aus und zog einen tiefen, rauchenden Streifen durch die Seite des Fahrzeuges.
Auch die Schattenbarke versuchte ihre Glück bei dem Taurox, verwundete aber nicht. Danach habe ich versäumt, sie in den Nahkampf zu schicken. Ich bin halt nicht gewohnt, dass ein Fahrzeug ein veritables Nahkampfwaffenprofil hat.
Auf verlorenem Posten standen die Reste der beiden Kabalenkrieger-Trupps. Scion-Trupp Grün setzte im Wald auf der linken Flanke den Nahkampf gegen die zwei verbliebenen Drukhari fort. Die beiden rüsteten 5 Wunden mit 1, 1, 1, 2 und 6.
Der einzelen Kabalenkrieger in der Mitte versuchte mit seiner Splitterkanone einen Schuss auf den Executioner. Seine drei Treffer richteten aber keinen Schaden an. Ansonsten hielt er weiterhin das Missionsziel.


Schlussendlich setzten Großinquisitor Reinhardt und die drei Hellions ihren Nahkampf fort. Der Inquistor schoss mit seiner Boltpistole, verwundete aber nicht. Dafür holte er erneut mit dem Dämonenhammer zwei Hellions von den Boards. Nur noch die Helliarch war über. Sie schlug mit ihrer E-Waffe zu und wandelte 3 Treffer in drei Wunden um. Gegen den DS von -2 versagte die Rüstungs des Inquisitors und er verlor seine letzten 3 LP.
Trotzig stand der Anführer der Menschen den Hellions gegenüber. Erneut holter er mit seinem Hammer aus. Erneut schlug er zwei Drukhari von ihren Boards. „Schwächlinge“, zischte die Helliarch. Wem es nicht gelang, einer so schwerfälligen Waffen eines so plumplen Geschöpfes auszuweichen, hatte es nicht besser verdient, als von ihm in den Bode gestampft zu werden. Die Helliarch stampfte kurz mit dem rechten Fuß auf ihrem Borad auf, brachte es damit in Sekundenbruchteilen in die Senkrechte und entging dem letzten Schlag. Sie schwang ihre Energiewaffe. Die Peitsche schlang sich um die Brust des Menschen und setzte ihre elektrischen Ströme frei. Ein Zucken lief über den Körper, dann brach der Chem-Pan-Sey zusammen.
Auch in dieser Runde hatten beide Armeen ihre Missionsziele gehalten, keinem war es gelungen, dem anderen eines streitig zu machen. (Im Nachhinein ist mir bewusst geworden, dass die Missionsregel besagt, dass Ziele am Ende der Befehlsphase unter Kontrolle sein müssen, damit sie in der nachfolgenden Runde auch weiter als kontrolliert gelten, auch wenn die Einheit sich außer Reichweite bewegt, bis der Gegner sie einnimmt – wir das aber für beide Seiten während der laufenden Runde gezählt hatten. Sprich: Am Ende der Befehlsphase hatte jeder von uns an einem Missionszielmarker keine Einheit mehr stehen, sie aber trotzdem als erobert gewerttet. Da das aber für beide gleich war und damit nichts am Ergebnis geändert hätte, lasse ich es einfach so stehen und wir merken es uns für’s nächste Mal.😁
Endergebnis also 20:20 durch Missionszielmaker. Die Drukahri allerdings hatten, trotz horrender Verluste, 30 Modelle getötet, plus den Taurox, der 10 zählt. Geteilt durch vier machte das 4 Siegpunkte. Der Imperialen Armee dagegen war es, dank des heroischen Einsatzes des Klaivex, nicht gelungen, den Archon zu erledingen.