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Runde 1

Der Chem-Pan-Sey war entkommen. Wie, das konnte keiner der Kabalenkrieger, die zu seiner Bewachung in der Runine abgestellt gewesen waren, erklären. Ruhig, benahe regunslos stand Fürst Sanshérashk DorchaKerun da. Der Hohe Archon der Kabale des Verdunkelten Mondes war umgeben von einem Gefolge aus Incubi des Schreins der Gehörnten Jadeviper. Der Anblick der türkis gerüsteten Krieger mit ihren regunslosen, kohlschwarzen Masken und gewundenen Messinghörnern ließ selbst den abgebrühtesten Sybariten das Blut in den Adern gefrieren. Der junge Herr hatte ihnen den Chem-Pan-Sey als Geschenk für seinen Vater anvertraut. Und war er fort.

Das sanfte rauschen gefiederter Schwingen ließ Sanshérashk aufsehen – nur eine winzige Neigung seine Kopfes, ein Heben der Augen. Fünf Harpyien in bronzeglänzenden Rüstungen stießen in den nahen Wald nieder.

Die Drukhari hatten den erste Zug. Den nutzten die Harpyien, um als Schocktruppen aus der Reserve zu dem Missionsziel in den Wald zu springen. Zur allgemeinen Überraschung würfelten sie bei der Untersuchung des Missionsziel eine 5. Mit dem Bonus des Missionsziel, dass die Armee in ihrer Aufstellungszone hielt, hatten sie damit den Standort des Inquisitors sofort aufgedeckt. Damit hatten sich alle andere Missionsziele erübrigt. Der Marker – eine leere Base – wurde gegen das Modell des Inquisitors ausgetauscht.

Nach dem Auffinden des Inquisitors taten die Harpyien noch das, wozu sie im Spiel waren: sie beschossen den Executioner 090 um zumindest einen der beiden Plasma-Russ möglichts früh aus dem Spiel zu nehmen. Allerdings traf nur die Hitzelanze nahm dem Panzer 4 LP ab, die Schattenlanze und das Schattenkatapult verfehlten. Die vierte Harpyie feuerte mit ihrem Schredder (wird beizeiten durch eine Impulsblaster aus dem neuen Harpyien-Trupp ersetzt) auf den Kommandotrupp, verursachte zwar vier Wunden, die der Trupp aber komplett rüstetet.

Obwohl mir das Kontigent einen ganze A… voll Schmerzmarker beschert – je 2 für jede Archon-Kabalenkrieger-, Succubus-Hekatari- und Haemonculus-Folterer-Kombination – war das hier nicht das einzige Mal, dass ich vergessen habe, sie für eine Bonusfähigkeit einzusetzen. Dabei hätte Trefferwürfe wiederholen hier sehr geholfen.

Lieutenant Morten duckte sich hinter die Trümmer einer Balustrade im Vorhof des Gebäudes. Er hatte nur die gefiederten Xenos im Wald gegenüber landen sehen, dann war ein glühender Strahl aus dem Unterholz geschossen und hatte sich in die Platten des Executioners 090 gebohrt. Doch der Panzer schien keinen nennenswerten Schaden davongetragen zu haben.

Doch etwas anderes ließ ihn aufhorchen. Der Voxcaster emfping ein Signal: den verschlüsselten Erkennungscodes Großinquisitors. Standort: eben jener Wald, in dem eben die gefiederten Xenos niedergegangen waren.

„Hiller“, befahl er dem Funkoffizier „Befehl an alle Einheiten. Standort des Ziel aufgedeckt. Alle Xenos-Einheiten bei Erscheinen sofort unter Feuer nehmen. Niemand darf den Inqusitor erreichen.

Die Medusa schoss mit der gleichen Intention eine ihrer Raketen auf den Cronos und nahm ihm mit drei Verwdundungen ebenfalls 4 LP ab.

Die Kabalenkrieger im Untergeschoss versuchten, mit ihrer Schattenlanze den Patzer der Harpyien auszugleichen, hatten aber auch keinen Erfolg. Die übrigen Krieger nahmen mit den Splittergewehren den Trupp 144 unter Beschuss, der sich vor der Ruine auf der gegenüberliegenden Seite aufgestellt hatte und verursachten ihm zwei Verluste.

Meine nächste Dämlichkeit: Ich hab Anti-Infanterie 3+ beim Treffer- statt beim Verwundungswurf angewendet – keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin. Und wundere mich noch über die Stärke, oder besser Schwäche 2 der Splittergewehre. Der Schadensoutput wäre größer gewesen.

Der zweite Executioner mit der Nummer 091 antwortete auf den Beschuss aus dem Gebäude, nahm aber den Trupp im Obergeschoss ins Visier. Die Krieger setzten die Kontingent-Gefechtsoption „Kampf gegen Schatten“ (-1 auf den TW) ein. Trotzdem verursachte der Russ mit seinen überhitzen Plasmakanonen insgesamt 2 Auto- und 5 normale Wunden, was in sechs toten Kabaliten resultierte, ohne dass der Panzer selbst dadurch Schaden davon trug. Einen weiteren Krieger fällte die Laserkanone des Panzers. Lediglich das Maschinengewehr traf mit drei 1en und drei 2en nicht.

Der arg reduzierte Kriegertrupp schoss seinerseits auf den imperialen Trupp, den schon ihre Kamerade unter Feuer genommen hatten. Aber auch sie verursachten nur 2 LP-Verluste.

„Xenos-Standort ausgemacht“, meldete der Kommandant von 091. Der Schütze nickte und richtete die Plasmageschütze auf das Obergeschoss des gegenüberliegenden Gebäudes aus. Gleißende Plasmaladungen überquerten den Platz und schlugen in der Runie ein. Wie wimmelden Ameisen versuchten die Dark Eldar sich in Sicherheit zu bringen – vergeblich, mehr als der halbe Trupp verglühte in der Entladung.

Auf der imperialen Seite kamen nun die Sentinels vor und setzten die Arbeit der Medusa am Cronos fort. Ihre Radarsuchkopfraketen verursachten eine Auto- und eine normale Wunde, von denen der Cronos aber nur eine rüstete. Die zweite verursachte 6 LP-Verluste und nahm den Cronos damit trotz Verletzungen ignorieren aus dem Spiel. Die Maschinenkanonen schossen außerdem auf die Harpyien, die den Inquisitor im Wald festhielten, und schossen eine heraus.

Die Schattenbarke mit den Hagashîn an Bord landete im Wald. Mit der Schattenkanone schoss sie ebenfalls auf Trupp 144 vor dem Haus und tötete einen weiteren Soldaten.

Nun fuhr der angeschlagene Executioner 090 vor und schoss mit Plasmageschützen und Radarsuchkopfrakete auf die Schattenbarke. Die Plasmageschütze holten 6 LP, weitere 6 gingen auf das Konto der Rakete – zu viel für die 10 LP der Barke. Die Hagashîn mussten mit zwei tödlichen Wunden aussteigen. Schließlich richtete der Panzer noch sein Maschinengewehr auf die Harpyien, die ihn auf 9 LP heruntergeschossen hatten, verusachte aber nur eine Autowunde – die übrigen Trefferwürfe waren 1,2,2 – die die Harpyien aber rüsteten.

Die Besatzung von 090 hatte einige Zeit gebraucht, den Schaden, den die Waffe des Xenos angerichtet hatte, notdürftig zu reparieren, doch nun war der Executioner wieder einsatzfähig – genau zum richtigen Zeitpunkt. Eine der schwebenden Barken war im Wald gelandet, in dem der Inquisitor Schutz gesucht hatte, und hatte auf Trupp 144 gefeuert. Der Befehl lautete: Xenos bei Erscheinen unter Feuer nehmen. Die Plasmageschosse schlugen aufglühend auf der schwarzglänzenden Bordwand auf. Die Barke neigte sich zur Seite, krachte in den Waldboden und zerbrach und zwei Teile. Trotz des fatalen Schaden gelang es den Passagieren, Kriegerinne in spärlicher Rüstung, mit eleganten Sätzen abzuspringen.

Nachdem die imperialen Panzer nun geschossen hatten, wagten sich als erste der Haemonculus mit den Folterern aus der Deckung und rückte mit 7+3″ in den kleinen Krater vor.

Der Manticore schoss auf die Harpyien, die von zwei Auto-Wunden eine nicht rüsteten. Damit ging eine weitere und der Trupp war erschüttert.

Als nächstes wagte sich der Archon mit seinem Incubi-Gefolge vor und kam insgesamt 9″ weit.

Der Trupp 265 kam aus seiner Deckung im Wald hervor und lief bis an den Rand des Waldgebiets, in dem sich die Harpyien um den Inquisitor scharten. Ihr Plasmawerfer verursachte bei den Harpyien eine Wunde, die sie aber rüsteten. Mit den Laser nahem sie die Hagashîn unter Feuer. Die verpatzten bei 11 Wunde ihre ohnehin schon schlechten Rüstungewürfe von 6+ mit 1, drei mal 2 und drei mal 3. Danach standen nur noch die Succubus und eine Hagashîn.

Von der rechten Flanke rückte der Sturmtrupp 317 11″ vor und nutzen dabei Executioner 091 als Deckung (im Übertragnene Sinne, dass der Panzer die Sichtlinie blockierte).

Der Rest des Trupps 144, der bisher das Feuer der Drukhari auf sich gezogen hatte, antwortete nun, schoss auf die Harpyien und tötete die Solarite.

Trotz des gezielten Beschusses durch die Sentinels war der Inquisitor immer noch von Xenos umgeben. Nun kamen auch noch die halbnackten dazu, die dem Abschuss ihres Transporters entkommen waren.

„Infanterie vorrücken“, befahl Morten.

Sofort setzten die drei Cadianischen Sturmtrupps sich in Bewegung. Mit geübter Präzsion bewegten sie sich im Schatten der Panzer, eilten von einer Deckung zur nächsten und stießen in den Wald vor.

„265 im Zielgebiet. Feindkontakt. Xenos-Nahkämpfer größtenteils ausgeschaltet.“

„144 gibt Feuerunterstützung. Feindliche Sprungtruppen elimieniert.“

Zufrieden nickte Morten. Dann gab er dem Kommandotrupp den Befehl, vorzurücken.

Als letztes welchselte der Kommandotrupp von der Hauswand in den angrenzenden Wald.