Runde 2
Angesichts der heranahemden Trupps von der linken Flanke entschied ich mich, die Rächer noch weiter herüber zu holen. Mit ihrer Kampftrance plus Vorrücken kamen sie 12″ weit in den Wald hinein und schossen von dort auf die Eradicatoren. Mit 22 Treffern verursachten sie 10 Wunden, von denen nur 2 nicht gerüstet wurden. Damit hatte einer der beiden nur noch einen LP.


Die Eradicatoren namen sich den letzten Kampfläufer als Ziel. Der Multimelter verursachte 2 Wunden, von denen der Kampfläufer nur 1 retten konnte. Der Verwundungswurf von 1 war dann nur noch pro forma, da der Kampfläufer ohnehin nur noch 1 LP hatte. Anstatt jetzt den wieder vollen Gardisten-Trupp in Spiel zu holen, entschied ich, den Nahkampf fortzuführen.
Anmerkung
Wir müssen nochmal überlegen, wann genau Reserven bei unserer abwechselnden Zugfolge ins Spiel kommen: zu einem beliebigen Zeitpunkt, wenn der Spieler an der Reihe ist, oder erst nach dem alle andere Einheitn des Spieler aktiviert wurde. Letzteres scheint mir schlüssiger, da, wie in der regulären Zugfolge, dann erst alle anderen Einheiten des Spielers ihr normale Bewegungsphase beendet haben.
Asturriàn und der verbliebene Gardist nutzten in der Schussphase ihre Pistolen. Diesmal hatte ich die Synergien aller Sonderregeln im Hinterkopf. Die Kontingents-Gefechtsoption Asuryans Schwerter hätte sämtlichen Fernkampfwaffen die Pistolenregel verliehen – darunter zwei Fusiosstrahler mit Melter 2. Das währe lustig geworden, vor allem in Kombination mit Asturriàns Verbesserung Hauch des Vaul, mit der ich die Schadenswürfe der Fusionsstrahler hätte wiederholen können. Leider waren die nicht mehr da. Und zu allem Überfluss trafen beide Eldar mit ihren auch Pistolen nicht.
Also gingen sie zu ihre Nahkampfwaffen über. Der Gardist traf einmal mit dem E-Schwert, verwundete aber nicht. Die Sternengleve traf mit Befehlwiederholungswurf erneut viermal und verursachte 4 Wunden. Die erste übernahm der Sergeant, schaffte seinen Rüstungswurf aber nicht. Von den übrigend drei rüstete der Ordenspriester 1 und hatte damit nur noch 1 LP übrigen.
Bestärkt durch den Ansturm seines Autarchn setzte auch der Korsar wieder zum Angriff an. Sein Kettenschwert fuhr kreischend über den grünen Panzer des Truppführers, doch diemal glitten die Kristallzähne seiner Waffe ab, ohne Schaden anzurichten.
Nicht so die Sternengleve des Autarchen. Der Losseainn versuchte, die Stöße zu parrieren, doch Asturriàn drückte das Energieschwert seine Gegner mit dem Schaft seiner Waffe zur Seite und stieß die lange Klinge tief in seine Rüstung. Noch während der grün gerüstete Krieger zu Boden ging, setzte der Autarch seinen Angriff fort. In einer einzigen, flüssigen Bewegung, ohne auch nur einen Augeblick inne zu halten, ließ er die Sternengleive durch den schwarzen Panzer seines letzten Gegner gleiten, einmal, zweimal, ein drittes Mal. Der Losseainn konnte nichts tun, als zurückzuweichen.

Der schwarze Losseainn hatte sich kaum wieder gefangen, als die Augen seines Schädelhelmes in bernsteinfarbenem Feuer aufleuchteten. Im selben Moment war es als würde eine Schockwelle von ihm ausgehen, die die beiden Aeldari mit voller Wucht traf. Der junge Korsar wurde zu Boden geschleudert und blieb reglos liegen. Asturriàn taumelte. Er spürte eine Welle der Hitze durch sich hindurchfahren, doch keine physische Hitze. Es war als würde der Hass des schwarzen Losseainn auf alles, was nicht seiner Art angehört, versuchen, einen Teil seiner Seele verbrennen. Im selben Moment setzte der Krieger wieder zum Angriff an.
Nach meinem Kampf nutzte der OrdenspriesterExortations of Rage und verursachte 2 tödliche Wunden. Dadurch fiel schließlich der letzte Sturmgardist und verlor Asturriàn 1 LP. Dann schlug er mit seinem Crucius zurück, doch der Autarch rüstete alle 4 Wunden.
Der Ordenpriester setzte den Nahkampf unmittelbar fort. Wieder traf er fünfmal und verursachte 4 Wunden. Diesmal gelang es Asturriàn nur 3 davon zu rüsten und er hatte nur noch einen LP übrig.
Im letzten Augenblick gelang es Asturriàn, seinen Schimmerschild zu verstärken, so dass die Schläge seines Gegners an seiner Rüstung abprallten. Dennoch wurde er zurückgestoßen. Sofort drang der schwarze Losseainn wieder auf ihn ein. In seinen Schlägen brannter immer noch die Wut, die den jungen Korsaren niedergestreckt hatte. Aus der Balance gebracht, traf der letzte Schlag. Asturriàn spürte einen stechenden Schmerz in seinen unteren Rippen.
Der Autarch rang nach Luft. Sein Sichtfeld begann sich dunkelrot zu färben. Er und kämpfte darum, nicht das Bewusstsein zu verlieren. Bei allen Wunden, die er seinem Gegner schon beigebracht hatte, wie konnte er immer noch mit solcher Macht zuschlagen? Doch der Grauhabicht war noch nicht bereit, sich geschlagen zu geben. Den Schmerz niederkämpfend, holte er mit der Sternengleve zu einem letzten Schlag aus. Mit aller Kraft, die er noch übrig hatte, stieß er nach vorne. Die Klinge drang tief in die Rüstung des schwarzen Losseainn ein.
Seinem Gegner entglitt die Waffe. Sein Schädelhelm senkte sich leicht, als wurde er erst jetzt die Klinge wahrnehmen, die in seinem Unterleid steckte. Dann erschlaffte der gewaltige Körper, kippte zur Seit und schlug mit einem dumpfen Laut auf dem Boden auf.
Der Autarch schlug mit der Sternengleve zurück. Wieder gelangen ihm 4 Treffer, die alle verwundundeten. Der Ordenspriester konnte nur zwei retten, was ihm bei 1 verbliebenen LP 6 Schaden einbrachte.

Schwer atmend sank Asturriàn in die Knie. Es kostete ihn einige Anstrengung, seine Waffe aus dem leblosen Körper des schwarzen Losseainn zu ziehen. Sein erster Blick fiel auf den jungen Korsaren, der wenige Schritte neben ihm lag. Der Wegstein auf seiner Brust flackerte schwach, als würde seine Seele noch darum kämpfen, sich an ihrer weltlichen Existenz festzuhalten. Als der Autarch wieder aufsah, wurde er gewahr, dass auch der letzte der Kampfläufer nur noch ein schwelender Haufen aus Phantomkristallsplittern war. Der Pilot hatte offensichtlich überlebt, einer der Rächer Asuryans stand bei ihm. Hinter ihnen eilte ein voller Trupp seiner Korsaren-Infanterie heran, bereit in den Kampf einzugreifen.
Doch von der anderen Seite des Tales näherten sich bereits die verbliebenen Truppen des Losseainn. Und aus dem Schatten des nahen Gebäudes schritt ihr Hauptmann heran, um das Werk seines gefallenen Kameraden zu beenden. Asturriàn wusste, dass er eine zweit Konfrontation nicht überstehen würde. Es hatte keinen Sinn mehr, weiter zu kämpfen, denn ihr Ziel war angesichts dieser Übermacht unerreichbar. Den fast unerträglich Schmerzen zum trotz richtete er sich auf, lud den jungen Korsaren auf seine Schultern stolperte seinen Truppen entgegen, die im schützenden Wald den Rückzug vorbereiteten.
Ich hätte jetzt noch die Option gehabt, den Trupp Gardisten mit Sternenkanone und der angeschlossenen Warpkanone wieder ins Spiel zu bringen. Objektiv wäre das Missionsziel aber nicht mehr zu erreichen gewesen, denn auf Seiten der Salamanders waren noch der Leviathan, zwei Eradicatoren mit Meltern, der volle Trupp Eradicatoren mit Schweren Boltern, die Agressoren, der Scriptor und der Captain im Spiel.
Wir einigten und also darauf, das Spiel hier zu beenden. Der Nahkampf zwischen den Sturmgardisten und Vanguard-Veteranen war für sich schon episch genug gewesen. Nach Punkten gewannen die Salamanders: 4×20 Punkte für die unzerstörten Missionsziele plus 10 Punkte für mehr zerstörte Einheiten aus Runde 1. Darüber, dass meine Gardisten, die am Spielende noch in Reserve waren, eigentlich auch als zerstört gewertet werden müssten, haben wir hinweggesehen.